logo initium

Welche Uhrengröße für mein Handgelenk?

Wer Uhren liebt, stellt sich früher oder später die Frage, ob seine Uhr von der Größe her mit seinem Handgelenk harmoniert. Besonders aktuell wird diese Frage beim Kauf eines neuen Stücks oder beim Ausgraben eines Modells, das man länger nicht getragen hat.

Das Design und allgemein das Aussehen sind zweifellos wichtige Kriterien bei der Wahl einer Uhr. So wichtig, dass sich ganz von selbst die Frage stellt, ob die Größe des Zeitmessers denn auch zum eigenen Körperbau passt. Oder wirkt dieser vielleicht doch etwas imposant? Oder, ganz im Gegenteil, lächerlich klein im Vergleich zum Träger?

Welche Uhrengröße für mein Handgelenk? Natürlich ist diese Frage von Bedeutung. Die Größe ist einer der Faktoren, die ins Spiel kommen, wenn es darum geht, ob das getragene Modell zu Ihnen passt. Es wäre hingegen ein Fehler, die Uhrengröße nur aufgrund seines Körperbaus zu bestimmen.

Der technische Aspekt 

Auf dem Datenblatt der Uhr wird als Größenangabe oft nur der Gehäusedurchmesser in Millimetern erwähnt. Deshalb wird auch meist nur dieser Wert in Betracht gezogen.

Doch es geht nicht an, ein Modell nur aufgrund seines Durchmessers zu charakterisieren. Vergleicht man nämlich zwei Uhren mit gleichem Durchmesser, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Eindruck, den sie beim Tragen machen, ganz unterschiedlich ist.

Sie sehen schon: Sich nur auf diesen Faktor zu beschränken, wäre eine grobe Vereinfachung. Wir bei Initium sind der Meinung, dass eine ganze Reihe weiterer Kriterien bei der Gesamtwirkung Ihrer Uhr mitspielen.

Denken Sie nur daran, welch wichtigen Unterschied die Form des Gehäuses ausmacht.  Das folgende Foto dreier verschiedener Gehäuse der Marke Patek Philippe spricht für sich.

Andere Aspekte sind vielleicht etwas weniger offensichtlich, wenn man sich nicht eingehender mit der Frage nach der Größe beschäftigt. 

Verschiedene Gehäuse von Patek Philippe im Vergleich

Die Höhe

Zieht man zur Illustration Uhren mit zahlreichen Komplikationen heran oder solche, die auf spezielle Bedürfnisse zugeschnitten sind (zum Beispiel Taucheruhren), so stößt man regelmäßig auf Exemplare mit Höhen von über 12 mm.

Bei gewissen Marken wiederum findet man ganz anders geartete Kreationen, bei denen der Schwerpunkt auf Feinheit und Eleganz gelegt wurde.

Zwar gibt es für die Höhe einer Uhr keine Norm, doch liegt diese bei den meisten Modellen um 10 mm herum. Dem ist hinzuzufügen, dass die dicksten Uhren mehr als 18 mm Höhe aufweisen, die dünnsten jedoch nur gerade 2 mm.

Ein solcher Unterschied hat gewaltige Auswirkungen auf das Erscheinungsbild der Uhr. Zugleich ist dieser Aspekt auch von enormer Bedeutung bei der Wahl der für Sie geeigneten Uhrengröße. Dies wird deutlich, wenn man das folgende Bild betrachtet, auf dem verschiedene Modelle der Marke mit der Krone verglichen werden.

Vergleich dreier Modelle von Rolex

Krone und Drücker 

Ähnlich sieht es mit dem Einfluss von Krone und/oder Drückern aus. Größe und Form dieser Komponenten spielen eine wichtige Rolle beim Gesamteindruck der Größe der Uhr an Ihrem Handgelenk.

Nicht jede Uhr besitzt überhaupt eine Krone oder Drücker. Sind sie vorhanden, können sie klein, fein und diskret sein. In diesem Fall beanspruchen sie kaum Platz auf Ihrem Arm und lassen somit Ihre Uhr auch nicht größer scheinen.

Diese Uhrenbestandteile gibt es in einer Vielzahl von Formen und Größen. Oftmals sollen Krone und Drücker der Uhr ein ideales Gesamtbild verleihen oder bestimmte Funktionen ermöglichen. Man stelle sich beispielsweise eine Chronographenuhr vor, die zur Benutzung mit Handschuhen gedacht ist – hier fänden sich bestimmt vergrößerte Drücker, um diesem Bedürfnis nachzukommen.

Es handelt sich hierbei also um ein weiteres Element, das bei der Bestimmung der für Ihr Handgelenk idealen Uhrengröße in Betracht zu ziehen ist.

Fliegeruhr von IWC

Gehäusehörner und Bandanstoßbreite

Bei Diskussionen um die Uhrengröße vergisst man gern die Hörner. Und doch spielen sie eine bedeutende Rolle im Aufbau des Uhrengehäuses und somit für die gesamte Form Ihres Zeitmessers. Auch hier gilt, dass ein feines, längliches Horn wenig Raum auf Ihrem Handgelenk beansprucht und so Ihrer Uhr ein eleganteres Aussehen verleiht, als dies mit breiten, robusten Hörnern der Fall wäre.

Die Zwischenhörner – es handelt sich um den Abstand zwischen zwei Hörnern – spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Sie bestimmen nämlich die Armbandbreite am Bandanstoß.

Die nächste Abbildung zeigt die Rolex Chronograph Moneta, bei der gar keine Hörner zu sehen sind.

Rolex Chronograph Moneta, unsichtbare Hörner

Das Uhrenarmband 

Auch das Uhrenarmband hat einen wichtigen Einfluss auf die Größe der Uhr und ihr Erscheinungsbild.

Es gibt gerade Armbänder, die am Bandanstoß gleich breit sind wie an der Schließe.

Andere verjüngen sich gegen die Schließe zu, was die Uhr am Arm feiner scheinen lässt. Apropos Armbanddicke sollte man auch abwägen, ob es ein gepolstertes oder ein flaches Band sein soll, mit oder ohne Naht usw.

Auf dem nächsten Bild kann man feststellen, welche Rolle das Uhrenarmband bei der Wahrnehmung der Uhrengröße spielt. Ein Stahlarmband beispielsweise ist meist dick und verleiht Glanz, wodurch die gesamte Uhr mehr ins Auge springt. Das Resultat ist ein ganz anderes als bei einem Kautschuk- oder Lederarmband, wobei es auch da wieder auf die Form und Dicke ankommt.

Bei Initium können die Teilnehmer aus einer großen Vielfalt an Armbändern auswählen. Es stehen Ihnen mehr als 250 Uhrenarmbänder aus verschiedenem Material – vegane Lederimitation, Leder, Kunstleder, Kautschuk, Kombinationen zweier Materialien – in vielen Farben zur Verfügung, die mit der selbst zusammengebauten Uhr kombiniert werden können. An den Delta-Workshops (ganztägig) können die Teilnehmer zwei Armbänder auswählen und so den Look ihrer Uhr nach Belieben total verändern.

Initium-Uhrenarmbänder

Die richtige Größe für ihr Handgelenk ... und Ihre Persönlichkeit!

Tendenzen im Wandel der Zeit

Betrachtet man die Geschichte der Armbanduhr, so kann man feststellen, dass das Angebot der Uhrenmarken eine Entwicklung durchgemacht hat.

So waren die Gehäuse in den 1920er-Jahren meist fein und diskret und selten breiter als 34 mm.

Vom Ende der 60er-Jahre an wurden sie ein wenig imposanter, mit einem Durchmesser, der oft über 40 mm lag.

In der heutigen Zeit nun liegen massive Uhren im Trend, mit dicken, oft mehr als 42 mm breiten Gehäusen.

Ihre persönlichen Vorlieben zählen

Auch bei Initium, in unserem aus Uhrenfans bestehenden Team, haben wir die Frage nach der Größe natürlich ausführlich diskutiert.

Dabei sind wir zum Schluss gekommen, dass es keine wirkliche Regel gibt. Sicherlich gibt es gewisse Dinge, die in Betracht gezogen werden müssen, wenn es um die Größe einer Uhr geht: die Breite, die Höhe, die Form, die Größe von Krone, Drückern und Hörnern, und schließlich das gewählte Uhrenarmband.

Doch all diese Elemente erlauben nur, die Größe einer Uhr einzuschätzen, mehr nicht.

In der heutigen Zeit steht es uns mehr denn je offen, uns zu verwirklichen, ganz uns selbst zu sein und das auch gegen außen zu zeigen.

Selbst wenn das von Ihnen gewählte Modell also einen Gegensatz zu Ihrem Körperbau bildet, wird es dennoch zu Ihnen passen, vorausgesetzt, Sie selbst, nur Sie ganz allein, fühlen sich wohl mit der für sich selbst gewählten Uhr.

Somit möchten wir Sie letztlich dazu ermutigen, die Größe Ihrer Uhr in erster Linie nach Ihrem Geschmack auszuwählen, dem entsprechend, was Sie von sich zeigen wollen.

Ob Sie nun schon eine Initium-Uhr gemacht haben oder das gerne tun würden, wird es uns ein Vergnügen sein, Sie so bei Ihrer Wahl zu begleiten, dass es Ihnen gelingt, Ihrer Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen.

Initium