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Gefälschten Uhren auf der Spur

 

Viele von uns waren schon einmal im Leben mit einer gefälschten Uhr konfrontiert. Tatsächlich zeigt eine Studie sogar, dass mehr als einer von fünf Schweizern schon einmal selbst ein gefälschtes Produkt gekauft hat.

Was aber versteht man unter Fälschung? Wie kann man vermeiden, eine gefälschte Luxusuhr zu kaufen, und wie schützen sich die Uhrenmarken?

In diesem Artikel wollen wir diese Fragen eingehend beantworten, damit sie dieses Phänomen besser verstehen lernen.

 

Was versteht man unter Fälschung?

 

Fälschung ist die widerrechtliche Aneignung des literarischen, künstlerischen, gewerblichen oder industriellen Eigentums anderer. Mit anderen Worten handelt es sich dabei um die Nachbildung oder Nachahmung eines Objekts durch ein im Verborgenen oder an der Öffentlichkeit agierendes Unternehmen, das sich die Produkte anderer Marken aneignet.

Die Fälschungsindustrie stellt einen sehr lukrativen Markt dar. Sie hat ihren Aufschwung in den 1970er Jahren angetreten und verursacht der europäischen Union jährlich Verluste von 83 Milliarden Euro und 790 000 Arbeitsplätzen. 

Die Modebranche ist bei den Käufern gefälschter Produkte seit jeher besonders beliebt. Somit weist der Besitz einer Louis-Vuitton-Tasche, eines Hermes-Gürtels oder Burberry-Schals nicht mehr unbedingt auf die Zugehörigkeit zu einer vermögenden Bevölkerungsschicht hin. Die echten Produkte gehen in diesem Meer von Fälschungen unter, und die Käufer von Luxusartikeln werden verunsichert. Darüber hinaus beeinträchtigen die gefälschten Produkte den Ruf dieser Marken, die den Luxus verkörpern, jedoch mehr und mehr auch mit Fälschung und Minderwertigkeit in Verbindung gebracht werden.

 

 

Was macht Imitationen so beliebt?

 

Kaufen und Tragen von Luxusartikeln verleiht einen hohen sozialen Status. Man zeigt damit, dass man über genügend finanzielle Mittel verfügt, um sich teure und qualitativ hochwertige Produkte zu leisten. Kann man sich diese aber nicht leisten, ist es ganz einfach, sich das Gewünschte auf dem Markt der Fälschungen zu vielleicht einem Zehntel des Preises zu beschaffen ...

Auch manche Prominente scheuen nicht davor zurück, Fälschungen zu erwerben. 2013 machte sich ein Blogger namens Fakewatchbusta sogar einen Spass daraus, Stars mit gefälschten Luxusuhren am Handgelenk blosszustellen.

Fälschung von Produkten begrenzt sich nicht auf die Textilindustrie und die Mode; auch pharmazeutische Produkte und neue Technologien sind betroffen, was deren Kauf und Nutzung noch gefährlicher macht.

Die OECD schätzt, dass der Markt der Fälschungen und Piraterieprodukte ein Warenvolumen im Wert von bis zu 509 Milliarden US-Dollar umfasst. Das entspricht ca. 3,3 % des Welthandels.

Die Schweizer Marken zählen zu den am meisten betroffenen; darunter befinden sich Hublot, Roche, Novartis, ABB, Victorinox sowie die am häufigsten kopierte Marke, Rolex.

Als grosses Opfer dieses Übels muss die Schweizer Uhrenindustrie dabei zusehen, wie ihre Verkaufszahlen von jenen der Nachahmer überflügelt werden. So werden mehr als 30 Millionen chinesischer Kopien verkauft (zu einem Kaufpreis zwischen CHF 300.- und CHF 3000.-) gegenüber 25 Millionen Schweizer Uhren im Wert von je CHF 4000.- bis CHF 250 000.-.

 

Preis und Qualität gefälschter Uhren
Preis und Qualität gefälschter Uhren

 

 

Was spricht gegen den Kauf von Fälschungen?

 

Betrachtet man die Preise gefälschter Produkte, fühlt man sich zu einem Kauf verleitet – warum sollte man der Versuchung standhalten? Als Erstes, von der garantiert schlechteren Qualität der Produkte einmal abgesehen, gehen Sie grosse Risiken für Ihre Gesundheit und gegenüber dem Gesetz ein. Fälscher versuchen, Uhren so billig wie möglich herzustellen und kümmern sich in keiner Weise um Sicherheitsnormen oder verwendete Materialien. So könnten schädliche Substanzen an ihr Handgelenk gelangen. Rolex beispielsweise hat in jahrelanger Arbeit einen antiallergenen Stahl entwickelt, den Sie niemals in einer Kopie der Marke finden werden.

Kopien zu kaufen bedeutet auch, einen Beitrag zum organisierten Verbrechen zu leisten, zur Zerstörung von Arbeitsplätzen, zu Schwarzarbeit und Kinderarbeit.

Nicht zuletzt haben Sie auch keine Garantie für das einwandfreie Funktionieren Ihrer Uhr auf längere Sicht, und eventuelle strafrechtliche Sanktionen könnten sich schmerzlich auf ihr Portemonnaie auswirken.

 

Fälschungskaliber

Links ein Kaliber einer gefälschten Uhr, rechts,

ein Kaliber einer echten Markenuhr

 

Gefälschte Uhren – wie erkennen?

 

Es kann jedoch passieren, dass wir es mit einem  gefälschten Produkt zu tun haben, ohne dass wir es wissen. Nun liegt es am Käufer, das begehrte Objekt genauestens unter die Lupe zu nehmen.

Wenn Ihnen beim Kauf Zweifel zur Herkunft der Uhr kommen, schlagen Sie vor, diese von einem autorisierten Händler der betreffenden Marke begutachten zu lassen. Nur so ist es möglich, Sicherheit über ihre Echtheit und ihre Herkunft zu erlangen.

Wir geben Ihnen hier auch einige Tipps, die Ihnen helfen können, sich schon selber ein erstes Bild zu machen und Echt von Falsch zu unterscheiden, bevor Sie den Uhrenhändler bemühen:

 Da wäre als Erstes das Aussehen. In puncto Gewicht ist die Kopie oft leichter als das Original, insbesondere aufgrund der schlechteren und weniger edlen Materialien.

Danach liegt der Teufel im Detail! Wie sagte nicht schon Leonardo da Vinci: «Das Detail macht die Perfektion aus, aber Perfektion ist alles andere als ein Detail.» Beim genauen Hinschauen bemerken Sie vielleicht kleine Unvollkommenheiten, an den Schlitzen der Schrauben beispielsweise, die eine Luxusuhrenmarke nie durchgehen lassen würde. Und wenn wir schon mal bei den Schrauben sind: Sie müssen immer einen einfachen Schlitz haben. Kreuzschlitzschrauben gibt es nicht in der Uhrmacherei.

 Schauen Sie sich danach die Schrift und den Abstand der Buchstaben genau an, wobei Sie auch die Qualität des Zifferblatts und alle sich darauf befindlichen Einzelheiten wie Markenlogo und Indexe begutachten. Jede Uhr hat eine individuelle Seriennummer, die irgendwo auf ihr zu finden sein muss.

 Hat man die Möglichkeit, das Uhrwerk zu sehen, sollte man überprüfen, ob es sich um das entsprechende Kaliber handelt. In viele Fakes werden Standarduhrwerke wie beispielsweise jene der Schweizer Firma ETA oder sogar «Made in China» eingebaut.

 Beobachten Sie auch den Sekundenzeiger. Er muss gleichmässig und geräuschlos laufen. Wenn er sich in kleinen Sprüngen fortbewegt, hat man es bestimmt mit einem Quarzuhrwerk (batteriebetrieben) zu tun, und folglich wohl mit einer Fälschung.

Und sollten Sie etwa bemerken, dass Wasser in Ihre Uhr eindringt oder diese innen Spuren von Feuchtigkeit aufweist, ist sie nicht wasserdicht, und es könnte sich um eine Fälschung handeln. Als wasserdicht gekennzeichnete Uhren müssen natürlich wasserfest sein.

Heutzutage sind die Nachahmungen oft so originalgetreu gemacht, dass die oben erwähnten «Tricks» nicht genügen, um den Betrug aufzudecken. In solchen Fällen können nur noch Uhrenfachleute eine gründlichere Begutachtung vornehmen und so Fälschungen auf die Spur kommen.

 

Eine echte Rolex-Uhr und eine gefälschte Rolex-Uhr
Eine echte Rolex-Uhr (links) gegen eine gefälschte Rolex-Uhr (recht)

 

Wenn Sie eine Fälschung kaufen, ist die Qualität dann geringer und nicht garantiert. Bei Initium ist es uns ein Anliegen, mit hochwertigen Komponenten und Werkzeugen zu arbeiten, um Ihnen eine außergewöhnliche Uhr zu garantieren: Ihre eigene.

Für weitere Informationen über unsere Waren und Dienstleistungen durchsuchen Sie unsere Website oder schreiben Sie uns direkt über info@initium.swiss.

Quellen
Mr Montre : "Comment reconnaître une vraie Rolex de la contrefaçon." consulté le 17 mars 2022